Empathie

 

Eine Wahrnehmung der Demenz, die auf Unsicherheit oder Angst begründet ist, kann sich wechselweise in bestimmten Formen der Ausgrenzung oder aber auch einer Überidentifizierung und Romantisierung durch die Pflegenden und Betreuenden niederschlagen.

Manchmal finden wir beide Aspekte innerhalb ein und derselben Betrachtungsweise und Haltung wieder, nicht selten in Form einer überbehütenden und  im gleichen Zuge bevormundenden Handlungsweise.

Wenn wir den Begriff Empathie im Sinne eines “einfühlenden Verstehens” in der Arbeit mit Menschen mit Demenz gebrauchen, werden wir in der konkreten Interaktion weder zu einer negativ bestimmten Sichtweise noch zu einer distanzlos vereinnahmenden Emotionalität gegenüber dem Anderen gelangen.

Der in diesem Zusammenhang nicht selten zu hörende Satz, Menschen mit Demenz leben in ihrer eigenen Welt (und damit nicht in unserer) kann dabei auch ausgrenzend und mystifizierend wirken. Beides aber steht der Möglichkeit der authentischen Begegnung gleichermaßen entgegen.