In Begegnungen lernen

Die Beziehungsaufnahme und Kommunikation mit Menschen mit Demenz ist keine einseitige.

Unsere eigenen Begegnungsangebote darin treffen auf die des Anderen. Im Zentrum steht dabei nicht ein “versorgendes” Handeln für unser Gegenüber, sondern die gemeinsame Interaktion mit ihm.

Geraten wir dabei selbst an Grenzen, suchen wir nach geeigneten Lösungen, neuen Handlungs- und Verständigungsebenen, einer möglichen Handhabe für den richtigen Umgang damit. Lösungen aber können immer nur dort entstehen, wo sich zuvor Probleme gezeigt haben, in der Interaktion mit dem Anderen selbst.

Angesichts der vorhandenen Vielfalt an möglichen situativen Entwicklungen und der individuellen Voraussetzungen ihres jeweiligen Verlaufs, ist es dabei unmöglich, schon im Voraus bereits für jede denkbare situative Entwicklung, ein Szenario zu definieren, anhand dessen wir uns in der konkreten Situation bewegen können.

Es geht vielmehr darum, eine Haltung zu finden, die es uns in der Interaktion erlaubt, die Begegnungsangebote des Anderen zu lesen und im Gegenzug selbst für ihn lesbar zu sein.

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