Bedürfnisorientiert Planen und Handeln

In der Pflege von Menschen mit Demenz trifft auch heute noch oft, wie die Praxis zeigt, eine defizitorientierte und auf “kognitive Verluste” fokussierte Wahrnehmung der Demenz auf eine ebenso defizitorientierte Ausrichtung der Pflege.

Grundlage einer Planung und der aus dieser abgeleiteten “Maßnahmen” für die Alltagsbegleitung und Pflege sind dabei nicht die konkreten Bedürfnisse von Menschen, sondern deren “Selbstpflegedefizite”.

Es mag kaum überraschen, dass sich aus einer solchen Wahrnehmung heraus eine ihrem Wesen nach bevormundende Pflegekultur herausbilden musste, die sich auf das Abweichende und “Herausfordernde” im Verhalten von Menschen mit Demenz fokussierte, nicht aber auf dessen situativen Kontext und die darin zum Ausdruck gebrachten Bedürfnisse und Begegnungsangebote.

Der begegnungsorientierte Ansatz geht davon aus, dass Verhaltensäußerungen von Menschen mit Demenz immer einen Sinn haben, auch wenn dieser sich uns vielleicht nicht immer sogleich erschließt.

Sie sind immer auch Ausdruck situativer Bedürfnisse in der Interaktion und Begegnung und Mitteilung an uns.