Fragen

Wenn wir, statt länger von „herausfordernden Verhaltensweisen“ oder „Verhaltensauffälligkeiten“ zu sprechen, wie es in unserer Pflegekultur bislang üblich war, nun von „Verhaltensbesonderheiten“ bei Menschen mit Demenz reden, stellt sich zweifellos auch an diesem Punkt für uns die Frage, was wir letztendlich damit aussagen und bezeichnen wollen.

Worin liegt für uns das „Besondere“ eines Verhaltens? Meinen wir damit eine Abweichung von einer von uns als gültig betrachteten Normalität und sozialen Verhaltensnorm oder aber vielmehr eine individuelle Verhaltensweise?

Sehen wir darin ein bestimmtes Verhaltensmerkmal, ein Persönlichkeitsmuster oder aber Formen von Verhalten, die in bestimmten situativen Kontexten auftreten können?

Suchen wir einen neuen Begriff und damit auch ein anders neues Verständnis individueller Verhaltensäußerungen und der darin enthaltenen Mitteilungen oder aber nur eine freundlicher klingende Umschreibung für „herausforderndes“ und als „störend“ empfundenes Verhalten?

Wenn aber letzteres zutreffen sollte, warum sprechen wir dann nicht zunächst davon, was wir selbst in der Interaktion als Störung erleben, von uns selbst also, nicht vom Anderen?

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